Einer der größten Fehler, den viele Menschen, eventuell sogar die Mehrheit der Menschheit, immer wieder macht, ist, das Suchen nach allgemeingültigen Regeln und Normen. Zugegeben, schon der unaufhaltsame Austausch der Menschen durch den sogennanten Kreislauf des Lebens zwingt die Menschheit zum wiederholten Kopfzerbrechen über x-hoch-x mal durchgekaute Themen und Probleme. Jetzt mag man gegen die beschriebene Feststellung anbringen, dass dies j anotwendig sei und im Großen und Ganzen allen diene, weil elementar wichtig für das Fortbestehen der menschlichen Rasse, so wie man sie kennt.
Naja, schon. Aber ich frage mich einfach, ob es sich wirklich lohnt, dass gerade ich oder du oder die dahinten den Job übernehmen muss? Mein Gott, wenn man sich das mal klarmacht, dann verbringen einige bestimmt 120.000 ihrer 110.000 Stunden Lebenszeit damit, irgendeinen Quatsch zu bestimmen, der, und jetzt wird's lustig, kosmisch gesehen(!) total egal ist!
Im Endeffekt hat derjenige/diejenige, der/die die kosmische Brille trägt gegenüber anderen immer den Vorteil, dass er/sie immer einfach alles behaupten kann ohne dafür irgendeinen trifftigeren Grund nennen zu müssen, außer: es ist theoretisch alles möglich (inklusive der Option, dass nichts möglich ist, was einen sehr verzwickten, paradox anmutenden Raum-Zeit-Wirbel hervorrufen würde[vermutlich]).
Denn, dass das nicht stimmt, soll erst mal eine/r Beweisen. Beispiel: Kartoffeln bestehen zu 100% aus preußischem Salz. Behauptet und beglaubigt.
So.
Wer das nicht glaubt, soll's Gegenteil beweisen. Was, wenn man will, schlicht unmöglich (...) ist, wenn man's nur stur weiter behauptet. Kein wissenschaftlicher Beleg oder sonstiger Kram beweist das Gegenteil. Nur eben dem, der's auch hören will. Und so tritt sich schließlich der in den Arsch, der versucht, das Gegenteil zu beweisen, indem er beweist, wie beliebig alles ist.
Um doch nochmal typisch menschlich zu sein: und was bringt das jetzt? Eigentlich...nichts. Und wer das erkennt, dass es egal ist, dass alles egal ist, der darf sich getrost als "Held im Erdbeerfeld" bezeichnen.Da fällt mir ein, dass ich in dem Zusammenhang die Überlegung lustig finde, sich einfach, um anderen eins auszuwischen oder auch um dem Leben allgemein eins auszuwischen, umzubringen. Wär auf jeden Fall mal 'ne Maßnahme.
Zeugt nach rationalen Maßstäben sicher nicht gerade von Klugheit, aber was soll's.
Fällt mir widerum ein, dass ich glaube, dass der Menschheit ihr ihr selbstauferlegter Auftrag ist, z.B. durch die globale Erwärmung alles Lebende auf der Erde auszulöschen nur, um dem Leben an sich eins auszuwischen. Dabei wäre vorausgesetzt, dass die Menschheitdavon ausgeht, dass es nur auf der Erde Leben gibt oder wenigstens so dreist ist, zu behaupten, das würde das Leben auch nur 'nen feuchten Dreck kümmern. Komischer Gedanke.
Wahrscheinlich würde das Leben es gar nicht mitbekommen oder es wäre ihm/ihr egal, weil es alles durch die kosmische Brille sieht.
Oder auf Drogen ist. Wer weiss.

Soweit.
i v o
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