Freitag, März 16, 2007

Gespräch mit einem Mann, der vorgab, einen Vogel zu haben oder die Geschichte von einem der auszog, um wo anders wieder einzuziehen

Ich schrob diesen Text als Versuch. Der Versuch war folgender: Was kommt dabei raus, wenn ich einfach auf die Tasten haue? Ohne 10-Finger-Dings-Bums...Das Ergebnis liegt gedruckt vor und erhebt keinen Anspruch auf irgend etwas. Schon gar nicht auf Richtigkeit oder Information.

Haben Sie schon einmal versucht ein Buch zu schreiben ohne dabei der berüchtigten 10-Finger-Tipp-Technik mächtig zu sein? Nein?

Wieso nicht?

Im allgemeinen nimmt man an, dass Bücher, die auf diese Art und Weise entstanden sind im statistischen Mittel einen gut doppelt so großen Informationsgehalt haben, wie jene, die durch eine professionelle Tipptechnik verwirklicht wurden.

Dabei handelt es sich um Bücher jeder Art. Lesebücher, Hörbücher, Häuserbücher, Flussbücher, Bücherwürmer. Bücher eben.

Und wenn wir doch gerade schon einmal so schön dabei sind: Garten. Natur.

Wie lange ist es her, dass sich die rotzigen Romantiker ihrem leichten Eskapismus hingaben, um ihre Niederlage beziehungsweise die Niederlage als solche (wird oft verwechselt!) zu feiern?

Heutzutage wird die Natur doch nur noch als Gebrauchsgegenstand für endlos ermüdende Politdebatten gebraucht, die nur dazu führen, dass der Klimawandel in ein schlechtes Licht und der Regenwald noch viel zu langsam zerstört, wahlweise „ökonomisch verwertet“ wird!

Ja sicher! Viel zu langsam, geneigter Nicht-Leser (98% aller Deutschen zwischen 14 und 22 Jahren haben bisher kein bzw. erst ein Buch in ihrem Leben gelesen).

Es herrscht schlicht und einfach eine allgemeine – zugegeben – geschickt lancierte Des- bzw. Fehlinformationskampagne, die den Regenwald als unentbehrlich für das Klima der Erde darstellen soll.

Dabei wäre die Lösung doch so einfach: die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates müssten einfach die in Deutschland seit Jahrzehnten praktizierte Tradition des Schrebergärtnerns zur Perfektion bringen und global (!) anwenden.

Nach vorsichtiger Schätzung sollten in spätestens 5 Jahren nach Anlauf der Kampagne mindestens ¾ der weltweit ungenutzten Flächen verschrebergärtnert sein. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Schrebergarten serienmäßig mindestens 20m² photosynthesebetreibende Pflanzen unterbringt, so führte dies auf globale Ebene hochgerechnet 2012 bereits zu einer Sauerstoffproduktion, die der des heutigen lateinamerikanischen Regenwaldes entspräche.

Der Regenwald wäre somit freigewordene Nutzfläche, die der ausbeutenden Industrie kostenlos und per sofort zur Verfügung gestellt werden könnte.

Die im Regenwald lebenden Tiere könnten temporär schock gefroren werden, um auch den Einwänden der Tierschützer zu entsprechen. Die Tiere könnten dann in den Wohnungen der Aktivisten aufgetaut und wieder artgerecht in die urbanen Großstadtdschungel ausgewildert werden.

Sollten sich einige der Tiere weigern, aus den bequemen Sofas der Tierschützer zu steigen, um sich in den Straßenschluchten Nahrung zu erwirtschaften könnte sogar in Erwägung gezogen werden, ihnen sämtliche Sozialleistungen zu streichen oder zumindest drastisch zu kürzen.

Um Anreize zu schaffen, sich wieder in den Nahrungssuche und -angebotsmarkt einzugliedern, könnten die lokalen Volkshochschulen 10-Finger-Tipp-Kurse anbieten, die auf Tatzen und sonstige für Tiere übliche Extremitäten zugeschnitten wären.

Eine hundertprozentige Absicherung kann diese Methode jedoch nicht garantieren.

Alternativ könnte man den Regenwald jedoch auch komplett einfrieren und via Paralleldimensionstransport präventiv auf den nächsten vom Menschen durch Bewohnung zu zerstörenden Planeten schicken. Dort könnte er helfen, eine Atmosphäre zu schaffen, die es uns möglich macht, in spätestens 1500 Jahren dort zu hausen und den Planeten der Erde ähnlich zu machen.

Sprich: platt zu machen.

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